Tarifvertrag für auszubildende der länder in ausbildungsberufen nach dem berufsbildungsgesetz

Berufsfachschulen sind Ganztagsschulen, die die Grundlagen für den Erwerb beruflicher Kompetenzen vermitteln und vertiefen wollen, entweder um ihnen eine berufliche Grundqualifikation für einen oder mehrere anerkannte Ausbildungsberufe zu vermitteln oder sie in einem Beruf zu einer Berufsausbildung zu führen. Berufsfachschulen erweitern die zuvor erworbene Allgemeinbildung und können zu einem Schulabschluss führen, der über diesem Niveau liegt. Was die Berufsausbildung im dualen System (duales System) betrifft, wo die berufliche Erstausbildung gemeinsam in einem Unternehmen und in der Berufsschule durchgeführt wird, sind an der Berufsschule mindestens 12 wöchentliche Unterrichtsstunden erforderlich. Dies kann auf verschiedene Weise organisiert werden, wobei die Schüler entweder in Teilzeit unterrichtnehmen, in der Regel 12 Wochenstunden an zwei Tagen in der Woche während ihres Kurses oder abwechselnd zwischen zwei Tagen in der Woche und einem Tag am nächsten Tag. Der Unterricht kann auch in kohärenten Blöcken (Blockunterricht) empfangen werden. Um den spezifischen lokalen Bedürfnissen gerecht werden zu können, bleibt die Organisation des Unterrichts in Berufsschulen den Ländern und damit den Schulen überlassen. Grundsätzlich wird die Art und Weise, wie der Unterricht in der Berufsschule organisiert wird, in enger Zusammenarbeit mit den Kammern oder Zünften und den Unternehmen im Einzugsgebiet gewählt. Flexible Regelungen ermöglichen dabei eine Reihe unterschiedlicher zeitlicher Organisationsformen, die darauf abzielen, die Lernphasen im Unternehmen und in der Schule zu optimieren. Die Länder können gesetzliche Regelungen über die Anrechnung von Schulzeiten für die duale Berufsausbildung erlassen (Art. 7 des Berufsbildungsgesetzes).

In diesem Zusammenhang hat die Ständige Konferenz empfohlen, dass die Aufnahme in die Berufsoberschule den Mittleren Schulabschluss oder die als gleichwertig anerkannte Abschlüsse und mindestens zwei Jahre erfolgreiche Berufsausbildung oder mindestens fünf Jahre einschlägige Praxiserfahrung erfordert. Das erste Jahr der Berufsoberschule kann durch andere Studiengänge ersetzt werden, die zur Fachhochschulreife führen. Die Berufsoberschule umfasst Die Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Management, Ernährung und Hauswirtschaft, Gesundheits- und Sozialberufe, Design sowie Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik. Den Schülern wird eine Spezialisierung nach der ersten Berufsausbildung oder der praktischen Erfahrung zugewiesen, die sie bereits absolviert haben.

Tjip de Jong

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